Big Day Out 2009
Aaron | 6. Februar 2009
Ich bin ja gar nicht so der Festival-Typ. Aber wenn man schonmal in South Australia – “The Festival State” – ist, dann muss man wohl auch mal auf ein Festival gehen. Es traf sich gut, dass am 30. Januar 2009 in Adelaide der Big Day Out anstand. Als spontaner Mensch beschloss ich natürlich erst am Abend des Vortages, Julia – eine reizenden Hostelbekanntschaft aus Mainz – zum Festival zu begleiten. Karten gab es glücklicherweise gegen wenige Dollar Aufpreis auch noch am Veranstaltungsort.
Ich bin ja gar nicht so der Musik-Typ. Mit der Frage, was denn so mein Musikgeschmack sei, komme ich ganz schön ins Grübeln. Ich höre das, was ich gut finde und kann mich da nicht hundertprozentig in irgendein Lager stecken. Aber ich begleitete Julia, die die Gesch
macksfrage ohne Probleme sofort für sich beantworten könnte, und ihre Auswahl hat meinen Geschmack schon auch recht gut getroffen. Und so kam es, dass ich The Ting Tings, Arctic Monkeys, Pendulum, TV on the Radio, The Living End, Prodigy und noch ein paar andere Bands bestaunen konnte. Neil Young haben wir uns kurz von ganz weit hinten angeschaut, aber für uns als nicht anhörbar eingestuft.
Ich bin ja gar nicht so der Schweiß-Typ. Was nicht heißen soll, dass ich nicht schwitzen könnte, ich kann es sogar ziemlich gut – sogar ganz ohne große Anstrengung. Aber wenn man mit 30.000 anderen Menschen bei 40°C im Schatten – wo kein Schatten ist – schwitzt, dann ist das nochmal eine ganz andere Klasse. Einen Meter neunzig über Boden war die Luft gerade noch atembar. Ich möchte gar nicht wissen, wie es zwanzig bis dreißig Zentimeter weiter unten roch. Immerhin waren überall auf dem Festivalgelände Wasservernebler und kostenlose Trinkwasserauffüllzapfanlagen verteilt, die das Leben mit der Hitze etwas erträglicher machten.
Ich finde, ich sollte öfter schwitzend auf Musik-Festivals gehen. Es war toll.
















